Ukraine

In der Ukraine staunen wir nicht schlecht, als wir auf einer Anhöhe an einem Sonntag bestens ausgerüstete Radfahrer antreffen. Sie sind aus Kiev und verbringen das Wochenende in den Karpaten zum Velofahren. Da stehen wir mit unserer in die Jahre gekommenen Ausrüstung und nicken anerkennend. Wenig später passieren wir eine Roma Siedlung. Diesmal hängt mehr Hausrat, Kleider und Apotheke an unseren Rädern, als bei diesen Menschen in den Häusern liegt. Die Gegensätze sind gross in diesem Land.

Dieser Eindruck bestätigt sich fünf Jahre später. Die Digitalisierung ist weit fortgeschritten. Alle haben ein Smartphone, Stadtrundgänge und Naturpärke werden mit QR-Codes angekündigt. Wir vermuten, dass die Busfahrpläne und Fahrdienste ebenfalls digital organisiert sind. Die Infrastruktur hat einen grossen Sprung gemacht: viele Strassen sind neu und die Tankstellen sind eigentliche Raststätten mit WC und Einkaufsmöglichkeit. Das Schwierigste ist die Verständigung im Restaurant, da die Essgewohnheiten anders sind als bei uns und unsere (doofen) Fragen mehr aus kultureller Sicht nicht verständlich sind. Um diese Hürde zu nehmen, müssten wir noch ein paar Wochen weiter reisen. Die Hotels sind alle in unserem gewohnten Standard. In den touristischen Regionen im Süden und in den Karpaten sind wir mit Englisch sehr gut gefahren. Später ist es auf den Strassen und in den Restaurants unumgänglich, die kyrillischen Buchstaben lesen zu können. Einiges erschliesst sich, wenn man geduldig buchstabiert.

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