Wenn die Stille ein Geräusch ist: Brody – Chervonograd

82.2 km

Heute ist Sonntag. Es ist ruhig – sehr ruhig. Ausser ein paar noch müde kläffenden Hunden ist in Brody keiner auf den Beinen als wir losfahren. In der Luft liegen die letzten Gerüche der Grillfeste vom Vorabend.

Bei der Ankunft hatten wir nicht wahrgenommen, dass wir uns in einer topfebenen Sumplandschaft befinden. Und wir haben zum ersten Mal auf dieser Reise wirklichen Rückenwind. Wir kommen gut voran – durch die Wälder.

Das erste Dorf heisst Berlyn. Das Mosaik der Bushaltestelle zeigt zwei Hockeyspieler der Sbornaja am Werk – viele Bushaltestellen in der Ukraine sind mit aufwändigen Mosaiken verziert.

Es ist weiterhin still. Bei der zweiten Rast setzen wir uns hin und lauschen in die Stille. Fünf Minuten. Zweimal bellt ein Hund und einmal krakt eine Krähe. Sonst nichts. Wir werden uns danach sehnen.

Die dritte Rast machen wir in einem Wirthaus. Kaffee gibt es noch keinen. Nebenan hat grad der Gottesdienst begonnen. Er wird auch nach aussen übertragen. So haben alle etwas davon. Auch die, die zu spät auf einem quietschenden Fahrrad zu spät kommen. Zeit scheint hier keine Rolle zu spielen. 

Nach dem Mittagessen machen wir Siesta auf einer Parkbank. Chervonograd erreichen wir am frühen Nachmittag. Es ist ein Bergbaustadt. Das Hotel Shato ist neu, gross und luxuriös. Die Siesta geht weiter…

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