Linz – Černé Údoli: Punktlandung

Wie wir unsere bepackten Velos schon kurz nach Linz langsam den steilen Haselbachgraben hochstossen, ist unser Blick noch immer von den Hochwässern der letzten Tage in Nordwestdeutschland geprägt. Dem jetzt recht bescheiden durch die kleinen Weiler gurgelnden Bächlein werden kurz vor der Passhöhe recht imposante Rückhaltebauwerke gewidmet. Hoffentlich werden die nie auf eine Bewährungsprobe gestellt.

Oben angekommen geht’s weiter durch eine abwechslungsreiche Hochebene. Die Abfahrten an die Bäche und die Wiederanstiege erinnern in ihrer Anlage in der Falllinie ein wenig an England… und je näher wir der Tschechischen Grenze kommen, umso dünner besiedelt kommt uns die Gegend vor. Nach Überquerung des Grenzbachs ist dann allerdings kilometerweit “goa nix mehr” – außer einem nigelnagel-neu geteerten Radweg durch einen riesigen Auenwald (vermutlich die frühere Sperrzone entlang des Eisernen Vorhangs). Ab und zu kommt noch eine halb zerfallene Grenzwächterkaserne (gut erkennbares Einheitsmodell, bekannt von früheren Reisen). Unsere Radreisenden-Idylle wird dann doch noch durch ein ungutes Pöpperlen im Blätterdach gestört. Die Buchen sind so dicht, dass wir trocken bleiben. Das richtige Gewitter legt exakt dann los, als wir die Velos unter dem Vordach des heutigen Gasthauses parkiert haben. Eine absolute Punktlandung! Dann gießt es Eine Viertelstunde lang wie aus Badewannen.

Weites Land Oberösterreich

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