Valenciennes (FR) – Tournai (BE)

Valenciennes verlassen wir mit dem Plan, dem Fluss Escaut zu folgen. Den Fluss finden wir schnell und auch eine Übersichttafel mit Velorouten ist vorhanden. Wir fühlen uns bestätigt. Der Weg wird schon nach wenigen hundert Metern schmal, ist bald eine Naturstrasse die von hohem Gewächs erorbert wird und ist dann nicht mehr als Strasse erkennbar. Wären nicht andere Personen zu Fuss und auf dem Velo hier unterwegs, wir würde umkehren. So geht’s weiter. Bei einem Firmengelände mit Flusszugang (direkter Ladebrücke für Frachter) zögern wir, besprechen uns mit den anderen Radfahrern (Einheimische ohne Ortskenntnis) und fahren weiter. Es kommen noch zwei Stellen, wo man das Rad über einen steilen Erdwall hieven muss. Vermutlich dient der Erdwall dazu, dass keine Autofahrer durchkommen. Alleine hätte ich mit dem bepackten Rad keine Chance – zu zweit schaffen wir es.

Dann kommt die erste Schleuse. Es sind grad Schiffe reingefahren, die Fluss aufwärts unterwegs sind. Wir schauen zu und merken, dass uns die Schifffahrt die nächsten Tage und Wochen begleiten wird. Es folgen lange Abschnitte auf einer guten Waldstrasse, entlang der Escault, mitten durch den Auenwald. Wären nicht die Schiffe, es wäre sehr einsam. Auch hier wuchern die Brennesseln und andere Pflanzen in den Weg hinein, doch der Untergrund ist fest, das ist das wichtigste für uns.

In Maulde, dem Grenzort ist der Radweg entlang dem Fluss kurz unterbrochen. Das ermöglicht uns ein Foto vom Grenzübertritt. Dann sind wir in Belgien und finden auch hier einen wunderbaren Radweg entlang der Escault. Meist sind es Betonplatten, welche den Weg bilden. Ab und zu haben die Platten abteuerliche Verschiebungen, die zu richtigen Stufen in der Strasse führen. Trotzdem kommen wir rasch voran, können meist neben eineander fahren und picknicken am Wasser mit Blick auf die Frachtkähne.

In der ursprünglichen Reiseplanung wollten wir nach Roubaix weiter fahren. Bei einem Cappucino neben dem Belfried von Tournai entscheiden wir, in Belgien zu bleiben und in Tournai zu übernachten. Das gibt uns einen freien Nachmittag zum Schreiben von Blog Beiträgen. Tournai ist eine wunderbare mitteralterliche Handelsstadt mit einem grossen Markplatz und einer Kathedarale aus dem 15. Jahrhundert. Ein würdiger Ort für einen halben Ruhetag!

Frachtkahn Emma auf der Escaut oberhalb Tournai

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