Oostende (BE) – Middelburg (NL)

Vor der Abreise warnt uns der Herr an der Reception vor der bevorstehenden Hitzewelle. Wir sind froh, dass die Hitze an der Küste durch den kühlen Wind erträglich wird und hoffen, dass der Wind aus der „richtigen“ Richtung wehen wird. Im Hafen nehmen wir als erstes die Fähre und sparen uns so einige Kilometer.

Den Einstieg in den Radweg finden wir ohne Probleme, sind dann aber doch etwas überrascht, uns in einer unendlichen Schlange von Radfahreren wieder zu finden. Mann, Frau, Kind, alle fahren heute mit dem Velo in die Dünen bzw. enlang der Hotelburgen – eine hässlicher als die andere! Wir hatten mit zahlreichen Touristen auf Velos gerechnet, doch grad so!? In der Zwischenzeit haben wir auch verstanden, dass in Belgien absolute Maskenpflicht herrscht – auch auf dem Velo tragen wir eine Mundmaske („Mondmasker“). Wir kommen nur langsam voran. Das macht nichts, denn der Wind stärkt uns den Rücken.

Das Tram fährt entlang der gesamten belgischen Küste

Es folgt der Golfplatz und einige weitere architektonisch vollständig verunglückte Kleinstädte. Zwischendurch erreichen wir sogar unsere gewohnte Reisegeschwindigkeit. Das Sujet für das erste Bild nach 10 Kilometern ist das Tram, das hier für 80 km der Küste folgt. In Seebrügge queren wir den Hafen und erleben zum ersten Mal, wie man vor einer hochgezogenen Brücke stehen kann. Die Schleuse ist auf der anderen Seite geschlossen, sodass wir dort passieren können. In Knokke, dem letzten Dorf in Belgien wird der radfahrende Touristenstrom wieder dichter. Jetzt gibt es auch wieder mehr Radfahrer ohne Masken, das müssen die Niederländer sein, die über die Grenze fahren.

Im Grenzgebiet zwischen Belgien und den Niederlanden befindet sich der Zwin Natuur Park. Ein sehr schönes Naturschutzgebiet mit Wald und weiten Flächen für die Tiere, insbesondere für die Vögel. Wir haben nur ein kleines Fernglas dabei und entdecken zwischen den Möwen, Gänsen und Enten einen Löffler. Für die Bestimmung weiterer Watvögel fehlt uns die nötige Optik. Ein kleiner blauschimmernder Vogel fliegt über das Wasser. Vielleicht ein Eisvogel? Wir rasten mit Blick auf die Vögel und merken, dass wir bereits in den Niederlanden sind. Enet der Grenze tragen die Radfahrer keine Maske mehr. Wir sind froh, wieder frei atmen zu können. Trotzdem muss man sagen, dass man sich schnell an die Maske gewöhnt.

In den Dünen

In Breskens verpassen wir die Fähre nach Vlissingen grad, stellen dann aber fest, dass die Fähre aufgrund der grossen Nachfrage alle 30 Minuten fährt. Das reicht um eine Fahrkarte zu lösen, ein kaltes Getränk zu geniessen und sich zu orientieren, wo man anstehen muss. Im Öffentlichen Verkehr herrscht auch hier Maskenpflicht. Die Frage lautet allerdings: „Haben Sie eine Maske?“. Ja, haben wir. Es ist ein grosses Schiff und wir sind in Gesellschaft von duzenden Radfahrern und Reisenden.

Nach der Überfahrt fährt der lange Tross aus der Hafenanlage in den Ortskern von Vlissingen. Dort müssen wir den Einstieg auf die Route nach Middelburg finden. Dann folgen wir nochmals rund 10 Kilometern dem Kanal in dieses schmucke Städtchen und finden dort ein ganz neues Hotel mit einem wunderbaren Zimmer.

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